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Föhren aktuell

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Antrag "Lebendige Dörfer" PDF Drucken E-Mail
Montag, 09. November 2009 um 11:50 Uhr

 

Antrag zur Beratung und Beschlußfassung über die Teilnahme am Ideenwettbewerb " LEBENDIGE DÖRFER"
Beauftragung des Ausschusses Familie, Jugend, Soziales und Kultur mit der Definition konkreter Umsetzungsprojekte.

1. Ausgangslage:
Die Ortsgemeinde Föhren hat den Strukturwandel hin zu einer attraktiven Wohngemeinde unter anderem durch ein Dorferneuerungsprogramm über Jahre hin erfolgreich gestaltet. Einrichtungen der sozialen Daseinsvorsorge sowie die soziale Infrastruktur entsprechen weitestgehend den Bedürfnissen der Bürger.

2. Zukunftsfähigkeit:
Der Ist-Zustand muss sich an der erwartenden demografischen Entwicklung messen lassen und soweit erforderlich im Rahmen eines sozialen Dorferneuerungsprogrammes angepaßt werden.

A. Die Grundannahmen
1. Zwischen 2020 und 2050 sind, je nach Ausprägung, dramatische Veränderungen zu erwarten. Dies nicht nur bei der Gesamtbevölkerungszahl, sondern mehr beim Anstieg der Älteren und der Abnahme der Jüngeren.

Es werden künftig immer weniger junge Menschen die soziale Daseinsvorsorge der Älteren sicherstellen müssen. Dies bedingt ein Denkmusterwechsel im Hinblick auf bislang vorherrschende Anschauungen.

 


Die Philosophie:

Respekt vor jungen Menschen
Sie leisten den wesentlichen Beitrag zur sozialen Daseinsvorsorge

Achtung vor alten Menschen
Lebensarbeitsleistung, Erfahrung, Wissen

2. Die medizinische Versorgung wird im erforderlichen Maß schwer zu gewährleisten sein. (Quelle Rüdiger Jacob, Soziologe Uni Trier, Zahlen auf Datenlage des Statistischen Landesamtes)
Mit der Bevölkerung altern die Ärzte, Apotheker, ehrenamtlich Tätige usw.
Durch Erhöhung des Kostendruckes werden Pflegeleistungen nur zu einem geringen Anteil durch professionelle Dienstleister sichergestellt werden können.


3. Die Landflucht der Jugend nimmt zu.
Durch fehlende Arbeitsplätze und Standards (Bsp. schnelle Internetzugänge, ÖPNV,) sowie fehlende Einbindung in Verantwortungsprozesse werden Jugendliche dem dörflichen Leben den Rücken zuwenden.



kurzfristige mögliche Lösungsansätze:

1. Einrichtung eines Jugendgemeinderates
Interessenvertretung der Jugendlichen gegenüber der Gemeinde mit beratender Funktion in Jugendangelegenheiten sowie Rede- und Antragsrecht

2. Einrichtung eines Senioren-/Bürgerbüro bzw. Seniorenbeauftragten
Die/der Seniorenbeauftragte/r soll das Bindeglied zwischen Ortsgemeinderat und Senioren/Bürger aus Föhren sein. Er nimmt sich den Belangen und Anregungen an und vertritt diese vor der Ortsgemeinde.
Weiterhin soll er/sie Hilfestellungen leisten und Lösungen suchen bei Fragen und Problemen im täglichen Seniorenleben (z.Bsp: Schriftverkehr mit Verwaltungen und Versicherungen).
Sie /er soll auf keinen Fall die vorhandenen Seniorenbeauftragten der VG sowie der Caritas ersetzen.
Die/der Seniorenbeauftragte/r kann aus der Ratsmitte kommen. Es kann aber auch jeder interessierte Bürger bzw. Bürgerin von Föhren diese Aufgabe übernehmen. Ideal wäre es, wenn mehrere Föhrener mit verschiedenem Fachwissen sich zusammen finden würden, um diese Aufgabe zu erledigen.

3. Optimierung der sozialen Infrastruktur unter Berücksichtigung der Bedürfnisse alter Menschen durch Gewinnung ehrenamtlich Tätiger für:
- Einrichtung von Ruftaxis/Sammelbussen
- Einkaufen von Lebensmittel/Kleider und sonstigen Bedarf
- Organisation von Arztbesuchen
- Pflegetätigkeiten


langfristige mögliche Lösungsansätze:

1. Schaffung eines multifunktionalen Mehrgenerationenzentrums im Klosterbereich "Alte Schule"
Eine der möglichen Zieloptionen könnte der Wissentransfer Alt - Jung (z.Bsp.: Heimatpflege) aber auch und insbesondere Jung - Alt (z. Bsp.: Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln) sein.

2. Sicherstellung der Mehrgenerationenfähigkeit durch Erwerb leerstehender Häuser im Dorfzentrum und günstige Vermietung an junge Familien zum Beispiel durch eine bürgerschaftliche Vereinigung.

3. Schaffung von Wohnraum zur Pflege bedürftiger Bürger, damit Sie so lange wie möglich im vertrauten Ort leben können - ebenfalls durch bürgerschaftliche Vereinigung

Wir bitten um Aufnahme unseres Antrages als Tagesordnungspunkt in der nächsten Gemeinderatssitzung.


Josef Steffes

FWG




Hinweis:

Info´s zum Wettbewerb unter :
www.trier-saarburg.de im Abschnitt Bürger, Download

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 27. Dezember 2009 um 22:04 Uhr